Glossar

Vetting

Vetting bezeichnet den Prozess eine potenzielle BDSM-Partnerin oder einen Partner sorgfältig zu überprüfen bevor man eine Szene oder Beziehung eingeht. Es ist eine wichtige Sicherheitspraxis — besonders für Erstbegegnungen.

BDSM beinhaltet Verletzlichkeit — körperlich und emotional. Bevor man sich in eine intensive Situation begibt, ist es vernünftig und üblich, mehr über die andere Person zu erfahren.

Was Vetting bedeutet

Vetting ist kein Misstrauen — es ist Selbstfürsorge. Es umfasst verschiedene Schritte:

Community-Referenzen — Hat die Person Erfahrungen in der Community? Gibt es Menschen die für sie bürgen können? Gibt es bekannte Probleme oder rote Flaggen?

Öffentliches Treffen zuerst — Erstkontakt immer an einem öffentlichen, sicheren Ort. Munches sind ideal dafür.

Gespräche führen — Wie kommuniziert die Person? Respektiert sie Grenzen im Gespräch? Übt sie Druck aus?

Zeit nehmen — Vetting braucht Zeit. Wer drängt schnell in eine intensive Situation zu gehen, ist ein Warnsignal.

Red Flags beim Vetting

  • Druck auf schnelle Szenen oder schnelle Entscheidungen
  • Ablehnung von Referenzen oder Community-Einbindung
  • Schlechter Ruf in Community-Kreisen ohne glaubhafte Erklärung
  • Mangelnder Respekt für kommunizierte Grenzen
  • Versprechen die zu gut klingen um wahr zu sein

Vetting ist gegenseitig

Vetting gilt in beide Richtungen. Auch erfahrene BDSM-Praktizierende lassen sich vetten — das ist ein Zeichen von Respekt und Reife.