Bondage kann von einfacher Handgelenk-Fesselung mit einem Schal bis zu aufwendigen Seil-Konstruktionen reichen. Der gemeinsame Kern: Eine Person übergibt freiwillig die Kontrolle über ihre Bewegungsfreiheit.
Warum Bondage reizt
Die Faszination von Bondage ist vielfältig:
Kontrollverlust und Vertrauen — Das Aufgeben von Bewegungsfreiheit erfordert tief verwurzeltes Vertrauen und erzeugt oft ein Gefühl intensiver Präsenz.
Ästhetik — Besonders beim japanischen Seil-Bondage (Shibari/Kinbaku) ist die visuelle Gestaltung ein eigenes Kunsthandwerk.
Intensivierung von Empfindungen — Eingeschränkte Bewegung kann andere Sinne schärfen.
Machtdynamik — Bondage ist oft Teil einer D/s-Dynamik, muss es aber nicht sein.
Formen von Bondage
Soft Bondage — Schals, Krawatten, Handschellen mit Polsterung. Einsteigerfreundlich, leicht zu lösen.
Rope Bondage / Shibari — Fesselung mit Seilen, oft in ästhetischen Mustern. Erfordert Lernen und Übung.
Tape Bondage — Spezialklebeband (z.B. Bondage Tape) das nur an sich selbst haftet.
Spreizstangen — Stäbe die Arme oder Beine in einem bestimmten Abstand halten.
Suspension — Aufhängen der gefesselten Person. Hohes Risiko, erfordert umfangreiche Erfahrung.
Sicherheit bei Bondage
Bondage kann Risiken mitbringen die ernst genommen werden müssen:
- Nervenkompressionssyndrome — Seile oder Fesseln die Druck auf Nerven ausüben können zu Taubheitsgefühlen oder in seltenen Fällen dauerhaften Nervenschäden führen. Regelmäßige Checks sind Pflicht.
- Schere in Reichweite — Bei Seilen immer eine Sicherheitsschere griffbereit haben.
- Nie allein — Gefesselte Personen nie unbeaufsichtigt lassen.
- Zeitlimit — Bestimmte Fesselungen (besonders solche die Durchblutung beeinflussen können) sollten zeitlich begrenzt sein.