Intensive BDSM-Szenen sind körperlich und emotional intensive Erfahrungen. Während einer Szene schüttet der Körper Adrenalin, Endorphine und andere Neurotransmitter aus. Wenn die Szene endet, fällt dieser Hormonspiegel ab — manchmal schnell, manchmal über Stunden oder Tage.
Sub Drop
Sub Drop betrifft submissive Personen und kann sich unterschiedlich äußern:
- Emotionale Erschöpfung oder Traurigkeit ohne erkennbaren Grund
- Gefühl von Leere nach dem Ende einer intensiven Szene
- Körperliche Erschöpfung, Zittern, Kältegefühl
- Selbstzweifel oder das Gefühl, etwas „falsch gemacht“ zu haben
Sub Drop kann unmittelbar nach einer Szene auftreten oder — in milderen Fällen — erst Tage später.
Dom Drop
Auch dominante Personen können einen Drop erleben. Auslöser können sein:
- Die intensive Verantwortung der dominanten Rolle
- Der plötzliche Wegfall von Konzentration und Kontrolle nach der Szene
- Sorge um die submissive Person
- Das Verarbeiten von Handlungen die intensiv oder grenzwertig waren
Dom Drop ist weniger bekannt als Sub Drop, aber genauso real.
Was bei einem Drop hilft
- Aftercare — Unmittelbar nach der Szene (→ siehe Eintrag: Aftercare)
- Check-in — In den Tagen nach einer intensiven Szene kurz Kontakt halten
- Selbstfürsorge — Schlafen, essen, körperliche Bewegung
- Reden — Mit der Szenenpartnerin oder dem Szenenpartner, mit Vertrauten oder in Community-Spaces