Das Konzept der Limits ist ein zentrales Werkzeug für Verhandlungsgespräche vor Szenen oder Beziehungen.
Hard Limits
Ein Hard Limit ist eine absolute, nicht verhandelbare Grenze. Kein Überreden, kein schrittweises Herantasten, keine Ausnahmen. Hard Limits werden in Negotiation-Gesprächen klar benannt und von allen Beteiligten ausnahmslos respektiert.
Hard Limits können auf persönlicher Geschichte basieren (Dinge die Trauma auslösen könnten), auf körperlichen Einschränkungen, auf moralischen Überzeugungen oder schlicht auf persönlichem Desinteresse. Eine Begründung ist nie erforderlich.
Soft Limits
Ein Soft Limit ist eine Grenze die Unbehagen oder Unsicherheit auslöst, aber nicht absolut ist. Manche Menschen möchten Soft Limits langsam und mit viel Vertrauen erkunden. Andere entscheiden sich dafür, bei ihren Soft Limits zu bleiben.
Wichtig: Ein Soft Limit ist kein Einladung zum Drängen. Es signalisiert nur, dass die Person offen für ein Gespräch darüber sein könnte — nicht mehr.
Limits kommunizieren
Es gibt verschiedene Methoden um Limits zu besprechen. Eine verbreitete ist die Yes/Maybe/No-Liste: Eine Liste möglicher Praktiken die man als Ja (interesse), Vielleicht (Soft Limit) oder Nein (Hard Limit) markiert und dann gemeinsam bespricht.
Limits können sich über Zeit verändern — in beide Richtungen. Was früher ein Hard Limit war, kann sich verschieben. Was früher interessant war, kann zu einem Hard Limit werden. Regelmäßige Gespräche sind deshalb kein Zeichen von Misstrauen, sondern von gutem gemeinsamen Umgang.