Die Begriffe kommen aus der Shibari- und Rope-Bondage-Community und haben sich international etabliert.
Der Rigger
Ein Rigger (von englisch „to rig“ — ausrüsten, befestigen) ist die Person die Seile anlegt und Fesselungen konstruiert. Die Rolle erfordert:
- Technisches Wissen über Knoten, Seilführung und anatomische Risikostellen
- Feingefühl für den Zustand der gebundenen Person
- Kontinuierliche Kommunikation und Beobachtung
- Gute Körperwahrnehmung der anderen Person
Ein guter Rigger hat keine Eile und nimmt sich Zeit für Vorbereitung und Check-ins.
Das Rope Bunny
Das Rope Bunny ist die Person die sich fesseln lässt. Der Begriff ist liebevoll und spiegelt die oft entspannte, empfangende Haltung der Rolle wider. Auch als Rope Bunny braucht es Kenntnisse:
- Eigene Grenzen und körperliche Einschränkungen kennen und kommunizieren
- Signale für Taubheit, Kribbeln oder Unwohlsein sofort ansprechen
- Nicht durch Szene-Atmosphäre Symptome unterdrücken
Beide lernen voneinander
In der Shibari-Community wird oft betont: Die beste Vorbereitung auf eine Rolle ist, die andere auch zu erleben. Wer als Rigger wissen will wie sich eine Fesselung anfühlt, sollte sich selbst einmal binden lassen — und umgekehrt.