Viele Menschen die BDSM praktizieren, erleben Interesse an beiden Seiten der Machtdynamik. Sie werden als Switch bezeichnet. Ein Switch kann je nach Person, Stimmung, Beziehung oder Szene die Rolle wechseln.
Warum Switchen keine Ausnahme ist
Switchen wird manchmal als Zwischenstadium missverstanden — als wäre man noch auf der Suche nach der „richtigen“ Rolle. Das ist ein Missverständnis. Viele Menschen sind dauerhaft und bewusst Switch, weil sie beide Rollen als erfüllend erleben.
Das Erleben beider Perspektiven kann sogar eine Stärke sein: Wer selbst weiß wie es sich anfühlt zu submittieren, bringt als dominante Person oft mehr Einfühlungsvermögen mit — und umgekehrt.
Switching in der Praxis
Manche Switches wechseln die Rolle von Szene zu Szene, je nach Stimmung oder Partnerperson. Andere haben feste Rollen mit bestimmten Partnerinnen und Partnern, sind aber mit anderen Personen in der entgegengesetzten Rolle.
Wichtig ist: Über das Switchen sprechen. Wenn zwei Personen beide Switch sind und sich beide eine dominante Rolle wünschen, braucht es ein Gespräch — nicht eine stille Erwartungshaltung.