Glossar

Kink-aware / BDSM-kompetent (Therapeut:innen)

Kink-aware bezeichnet Therapeut:innen, Ärzt:innen oder Berater:innen die BDSM und andere nicht-normative sexuelle Praktiken nicht pathologisieren und Menschen ohne Vorurteile begleiten können.

Menschen die BDSM praktizieren, suchen manchmal professionelle Unterstützung — bei psychischen Themen, in Beziehungskrisen oder für allgemeine Lebensberatung. Dabei ist es wichtig auf jemanden zu treffen der keine Vorurteile mitbringt und BDSM nicht als Problem behandelt.

Warum das wichtig ist

Nicht alle Therapeut:innen sind mit BDSM vertraut — und manche haben aktive Vorurteile. Wer in einer Therapie seine BDSM-Praxis offenlegt und dafür pathologisiert wird, kann ernsthaften Schaden nehmen.

Kink-aware Professionals (KAP) haben sich explizit weitergebildet oder signalisiert, dass sie mit diesem Themenfeld umgehen können.

Wie man Kink-aware Fachkräfte findet

  • Die internationale Organisation NCSF (National Coalition for Sexual Freedom) führt ein Verzeichnis kink-aware Therapeut:innen
  • In Deutschland gibt es Netzwerke und Foren die Empfehlungen sammeln
  • Direkte Nachfrage vor dem ersten Termin ist legitim: „Ich lebe eine nicht-normative Sexualität — wie gehen Sie damit um?“

Was Kink-aware nicht bedeutet

Kink-aware bedeutet nicht, dass die Fachkraft BDSM befürwortet oder selbst praktiziert. Es bedeutet: Sie pathologisieren es nicht und können professionell damit arbeiten.