Die Begriffe Top und Bottom kommen ursprünglich aus der queeren Community und wurden in den BDSM-Kontext übernommen. Sie sind technischer als Dom/Sub und beschreiben die Handlungsebene einer Szene, nicht unbedingt die psychologische Machtdynamik.
Der Unterschied zu Dom/Sub
Ein entscheidender Punkt: Top/Bottom und Dom/Sub sind nicht dasselbe.
Beispiel: Eine submissive Person kann gleichzeitig Top sein — sie führt eine Handlung aus (z.B. Massage, Fußpflege für die dominante Person) und ist dabei in der aktiven, dienenden Rolle. Die Machtdynamik ist submissiv, die Handlungsebene ist Top.
Umgekehrt kann eine dominante Person Bottom sein — sie empfängt eine Handlung (z.B. erhält Schläge von der submissiven Person nach eigenem Befehl).
Warum die Unterscheidung wichtig ist
Für Verhandlungen und Gespräche vor einer Szene ist es hilfreich, beide Ebenen zu besprechen:
- Was ist die Machtdynamik? (Dom/Sub/Switch)
- Wer führt welche Handlungen aus? (Top/Bottom)
Das vermeidet Missverständnisse und hilft, Szenen klarer zu planen.