Glossar

Kink / Fetisch

„Kink" bezeichnet sexuelle Vorlieben und Praktiken die außerhalb gesellschaftlicher Normen liegen. Ein Fetisch ist eine spezifische starke Erregung durch bestimmte Objekte, Materialien oder Körperteile.

Die Begriffe Kink und Fetisch werden oft synonym verwendet, haben aber leicht unterschiedliche Bedeutungen.

Kink

Kink (englisch für „Biegung“, „Eigenheit“) bezeichnet ein breites Spektrum sexueller Interessen die als nicht-normativ gelten — also außerhalb des gesellschaftlich als „Standard“ angesehenen. Das ist kein Werturteil: Was als Norm gilt, ist kulturell und historisch verschieden.

Kink kann Machtdynamiken, Rollenspiele, besondere Praktiken, Materialien oder Szenarien umfassen. BDSM ist ein Teil des Kink-Spektrums, aber nicht alles.

Fetisch

Ein Fetisch ist eine spezifischere Erregungsform: Ein Objekt, Material oder Körperteil löst eigenständig sexuelle Erregung aus — unabhängig vom Kontext. Klassische Beispiele: Leder, Latex, Füße, Schuhe.

Ein Fetisch ist laut aktueller Psychologie nur dann problematisch, wenn er Leidensdruck erzeugt oder andere Personen ohne Zustimmung einbezieht. Als isolierte Vorliebe ist er psychisch neutral.

Kink-Shaming vermeiden

Kink-Shaming bezeichnet die Abwertung oder Belustigung über die sexuellen Vorlieben anderer. Auch innerhalb der BDSM-Community gibt es gelegentlich Hierarchien zwischen „akzeptablen“ und „seltsamen“ Kinks.

Eine offene und respektvolle Haltung bedeutet: Was einvernehmlich zwischen Erwachsenen passiert und niemandem schadet, verdient keinen Spott — auch wenn man es selbst nicht teilt.